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08.08.2018

Karte zum geplanten Festzaun im Steinbruch Steinweiler

Ortschaftsrat und Heimatverein informieren sich zum geplanten Ziegenzaun im Steinbruch Steinweiler

Am 2. August 2018 trafen sich Vertreter des Ortschaftsrates Auernheim-Steinweiler, des Heimatvereins Steinweiler und ein Imker bei sommerlichen Temperaturen im Steinbruch.

Im Steinbruch Steinweiler soll in diesem Herbst ein Zaun aufgestellt werden, sodass ab April 2019 Ziegen den Steinbruch beweiden können.

Die Gemeinde Nattheim hatte einen Termin organisiert, bei dem die oben genannten über das geplante Projekt informiert worden.

Vertreterinnen des Regierungspräsidiums Stuttgart (Projektträger) und des Landschaftserhaltungsverbands erklärten, warum das Projekt durchgeführt wird.

Der Steinbruch Steinweiler wird schon lange nicht mehr bewirtschaftet und verbuscht immer mehr. Eine teilweise Offenhaltung und Entfernung von Gehölzen ist aber notwendig, wenn die Artenvielfalt erhalten werden soll.

Gerade das Überleben von Wildbienen und Schmetterlingen kann nur durch teilweise Freistellung des Steinbruchs nachhaltig gesichert werden.

Bisher wurde das Naturschutzgebiet in unregelmäßigen Abständen manuell gepflegt. Diese Pflegearbeiten waren aufgrund der schwierigen Topographie im Steinbruch immer sehr kostenintensiv und deshalb nur an kleineren Stellen möglich. Bereits früher war eine Beweidung durch Ziegen im Gespräch, konnte aber wegen Kostengründen nicht realisiert werden. Durch die Ausgleichszahlungen des Windparks Ohrberg in Dischingen sind nun Gelder vorhanden, die für eine Biotopvernetzung eingesetzt werden können. Diese Möglichkeit wurde ergriffen - die Bezuschussung wurde bei der Stiftung Naturschutzfonds beantragt und auch gewährt. Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre begrenzt.

Ziegen sind die idealen Tiere für eine Beweidung im Steinbruch, da sie sehr trittsicher sind und hauptsächlich Gehölze fressen. Die Beweidung soll mit 10 – 20 Tieren starten. Je nach Freistellung kann die Zahl der Ziegen im Steinbruch dann verringert oder erhöht werden.

Die Ziegen befinden sich im elektrisch eingezäunten Gelände. Der Zaun wird als „ziegensicher“, d.h. ausbruchssicher für Ziegen, bezeichnet.

Die Eingeladenen hörten dem Vortrag interessiert zu und stellten viele Rückfragen. Unter anderem wurde gefragt, ob der Zaun permanent unter Strom stehe. Hierauf antworteten die Vertreterinnen des Regierungspräsidiums, dass der Strom für bestimmte Veranstaltungen abgestellt wird (beispielsweise für die Sonnenwendfeier).

Auch die Zaunführung  wurde angesprochen. Ortschaftsrat und Heimatverein baten darum, die Zaunführung im Bereich des kleinen Steinbruchs (nordöstlicher Bereich) nochmals zu überprüfen. Derweil ist geplant, dass der Zaun nicht oben an den Felswänden läuft, sondern unten, wo sich Besucher aufhalten. Die Vertreterinnen des Regierungspräsidiums nahmen die Anregungen ernst, sehen aber leider wenig Möglichkeiten die Zaunführung an dieser Stelle zu verändern. Ursprünglich war auch von ihnen geplant, den Zaun oben an der Felswand laufen zu lassen. Die Zaunbauer seien mehrmals vor Ort gewesen und haben viele Möglichkeiten geprüft. Aufgrund der Topographie kann der Zaun aber nicht auf den Felsen oben angebracht werden.

Im Frühjahr 2019 ist ein weiterer Termin geplant, damit das Projekt allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Detail erklärt werden kann. Die Gemeinde Nattheim wird über die Nattheimer Nachrichten einladen.

Falls Sie bis dahin Fragen zum Projekt haben, können Sie sich gerne an die Gemeinde Nattheim oder den Landschaftserhaltungsverband (LEV, angesiedelt beim Landratsamt Heidenheim) wenden. Hier kann auch ein Kontakt zum Regierungspräsidium Stuttgart hergestellt werden.


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