
Der Eigenbetrieb Gemeindewerke Nattheim ist nach der Gemeindeordnung (§ 10) eine öffentliche Einrichtung, die Rechtsbeziehung zwischen Gemeindewerke und Gemeinde ist öffentlich- rechtlich. Der Eigenbetrieb hat die Aufgabe, die Ortsteile mit Trinkwasser zu versorgen. Die Gemeinde Nattheim bezieht ihr Trinkwasser vom Zweckverband Landeswasserversorgung Stuttgart. Der Teilort Fleinheim besitzt eine eigene Quelle, die Kohlhauquelle. Reicht dieses Wasser nicht aus, so wird der restliche Bedarf ebenfalls vom Zweckverband Landeswasserversorgung bezogen. Für das Gebiet Auernheim und Steinweiler bezieht die Gemeinde Nattheim das Trinkwasser vom Zweckverband Härtsfeld – Albuch Wasserversorgung. Organe des Eigenbetriebs. Der Gemeinderat beschließt über alle Angelegenheiten, die ihm durch die Gemeindeordnung und das Eigenbetriebsgesetz vorbehalten sind. Der Gemeinderat entscheidet auch in Angelegenheiten, die nach dem Eigenbetriebsgesetz einem beschließenden Betriebsausschuss obliegen. Die nach dem Betriebsgesetz der Betriebsleitung obliegenden Aufgaben werden vom Bürgermeister wahrgenommen. Ihm obliegt damit insbesondere die laufende Betriebsführung und die Entscheidung in allen Angelegenheiten des Betriebs, soweit nicht der Gemeinderat zuständig ist. Dazu gehören die Bewirtschaftung der im Erfolgsplan veranschlagten Aufwendungen und Erträge sowie alle sonstigen Maßnahmen, die zur Aufrechterhaltung und Wirtschaftlichkeit des Betriebs notwendig sind, insbesondere der Einsatz des Personals, die Anordnung von Instandsetzungen, die Beschaffung von Vorräten im Rahmen einer wirtschaftlichen Lagerhaltung.; |
Ansprechpartner:
Aktuelle Bezugspreise
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Trinkwasseranalyse 2010
Mit Trinkwasser wird Nattheim und Fleinheim aus dem Egauwasserwerk Dischingen (Landeswasserversorgung), Auernheim und Steinweiler aus dem Wasserwerk Neresheim (Härtsfeld-Albuch-Wasserversorgung) versorgt.
Die wichtigsten Parameter:
Untersuchung nach der Trinkwasserverordnung:
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LW-Werte: |
HAW-Werte: |
Grenzwerte: |
Nitrat |
30,4 mg/l |
32,9 mg/l |
50 mg/l |
Natrium |
6,0 mg/l |
5,4 mg/l |
200 mg/l |
Trübung |
0,03 NTU |
0,06 NTU |
1 NTU |
pH-Wert |
7,43 |
7,25 |
6,5 – 9,5 |
Gesamthärte |
12,4°dH |
18,5°dH |
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Härtebereich |
2 (mittel) |
3 (hart) |
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Allgemeines:
Unterirdische Quelle im Löwensteinkarst aufgespürt Wassermeister Günter Rößler als
Wünschelrutengänger erfolgreich.
Kleine Ursachen haben große Wirkung. Einmal mehr hat sich diese Lebensweisheit als
zutreffend erwiesen. Zunächst lagen die Frischwasserverluste in der Gemeinde im
normalen Schwund, wie er nahezu unvermeidlich ist mit Baustellen und Entnahmen zur
Bewältigung laufender Aufgaben. Doch allmählich stiegen sie an, überstiegen das
Normale und bereiteten Wassermeister Günter Rößler letztendlich richtiges
Kopfzerbrechen. Zwar konnten die Verluste regional auf den Bereich Hebelstraße /
Friedenshöhe eingegrenzt werden, aber von keinem Anlieger wurde Katastrophenalarm
ausgelöst. Wie konnte auch jener Nachbar, der sich ständig über die relativ hohe
Feuchtigkeit – um nicht zu sagen Nässe – in seinem Keller ärgerte, ahnen dass es sich
nicht um Schmelzwasser aus den aus den hohen Schneefällen im Frühjahr, sondern um„Quellwasser“ aus dem Leitungsnetz handelte. Als dann jeden Tag 150 Kubikmeter
Wasser verloren gingen, fast 25% des gesamten Wasserbedarfs eines Tages der
Gemeinde, konnte die Auswirkung der neuen Schüttung auch endlich im Abwasserkanal
lokalisiert werden. Trotz dieser hohen Wassermenge im Endstadium des
Leistungsschadens waren weder sprudelnde Quellen am Radweg noch das Brausen der
Wassermassen in der Kanalisation zu beobachten. Mit einer gewissen Verzögerung
verschwand der Bärenanteil im Karst. Fünf Häuser wurden vom Netz getrennt und über
Schlauchleitungen versorgt. Damit war der beschädigte Leitungsabschnitt stillgelegt. Nun
folgte die Suche nach der schadhaften Stelle auf einer Länge von ca. 40- 60 Metern
Länge. Besonders schwierig gestaltete sich die Suche deshalb, weil der letzte
lokalisierbare Knotenpunkt auf der Hebelstraße lag, dann aber nur noch Vermutungen über die Leitungsführung vor mehr als dreißig Jahren angestellt werden konnten. Aber mit
der richtigen Routine und der Erfahrung, einschließlich des erfolgreichen Einsatzes einer
Wünschelrute, konnten die Spezialisten vom Bauhof den Ort des Rohrbruchs auf eine
Länge von ca. 4 Metern einengen. Dort wurden sie dann nach erheblichen Grabarbeiten
fündig. Ein Stück Muniereisen, das damals beim Zuschütten der Baugrube auf der
Schlauchleitung landete, hatte sich im Laufe der Jahre so in den Schlauch eingearbeitet,
dass dann der Druck die geschwächte Stelle durchbrechen konnte und sich zu einem Riss
erweiterte, der dann zu dem doch zum Schluss immensen Wasserverlust geführt hatte.
Also kleine Ursache, aber eine große Auswirkung, was Wasserverluste und
Arbeitsaufwand für die Schadensbehebung anbelangt. Ein herzliches Dankeschön der
beteroffenen Anlieger gilt der Mannschaft vom Bauhof für die geleistete, vorbildliche
Arbeit.
Wasserturm Nattheim
36m, 450 m³, Stahlbetonkonstruktion, 1984 erbaut |
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Die Nattheimer Wasserversorgung unterhält einen Wasserturm, zwei Tiefbehälter unmittelbar am Wasserturm und zwei Hochbehälter am Kirchberg und einen am Lindle.
Die Wasserentnahmestellen von der LW liegen am „Loch“ am „Sachsenbrunnen“ und am „Sportplatz im Tal“.
Das Wasserleitsystem umfasst ca. 67 km Hauptkanal und 1890 Stück Hausanschlüsse. |
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Landeswasserversorgung Stuttgart
Karstquellwasser aus dem Egauwasserwerk
Die Landeswasserversorgung hat im Jahr 1929 eine große Karstquelle, die Buchbrunnenquelle, im Egautal bei Dischingen auf der östlichen Schwäbischen Alb erworben. Dieser Quellaufbruch hat auf dem „Härtsfeld“ ein Einzugsgebiet von rund 280 km².
Eine Quelle von außergewöhnlichem Charakter: Die Buchbrunnenquelle
Die Schüttung der Buchbrunnenquelle liegt zwischen 600 und 1400 Litern pro Sekunde und bildet den Hauptzufluss des bei Neresheim entspringenden Flüsschens Egau.
Das Schüttungsverhältnis der Buchbrunnenquelle, das Verhältnis von minimalem zu maximalem Abfluss, liegt folglich bei ca. 1:2 und ist beispielsweise im Vergleich zu dem des Blautopfes bei Blaubeuren von 1:70 sehr ausgeglichen. Dies ist für die Nutzung der Quelle zur Trinkwasserversorgung außerordentlich günstig. Zum einen ist damit die für eine sichere Trinkwasserversorgung erforderliche Mindestentnahmemenge jederzeit gewährleistet. Zum anderen bewegen sich die Qualitätsveränderungen des Karstgrundwassers als Folge davon in sehr engen Grenzen. Nur nach lang anhaltend starken Niederschlägen und während der Schneeschmelze kommt es zu mineralischen Trübungen des Quellwassers.
Bau und Betrieb des Egauwasserwerkes
Nach umfangreichen Erkundungsmaßnahmen beschloss die
Landeswasserversorgung im Jahr 1952, die Buchbrunnenquelle für die öffentliche Trinkwasserversorgung zu nutzen. Auf der Grundlage eines Staatsvertrages zwischen Baden-Württemberg und Bayern wurde das Entnahmerecht abhängig von der Egauwasserführung mit bis zu 800 Litern pro Sekunde festgelegt. Das Egauwasserwerk ging nach einer Bauzeit von vier Jahren im Jahr 1957 in Betrieb.
Mit dem Bau der Bundesautobahn A7 durch das Wasserschutzgebiet der Buchbrunnenquelle mussten in den Jahren von 1982 bis 1984 die Aufbereitungsanlagen zur vorbeugenden Sicherung der Trinkwasserqualität erweitert werden. Die vorhandene Sandfiltration wurde durch eine leistungsfähigere Flockungsfiltration über Zweischicht-Sandfilter mit vorgeschalteter Oxidationsstufe mittels Ozon ersetzt. Nachgeschaltet erfolgt eine Aktivkohlefiltration und aus Sicherheitsgründen eine Desinfektion des Trinkwassers.
Um den Kunden der Landeswasserversorgung weicheres Trinkwasser anbieten zu können, wurde nach den positiven Erfahrungen im Wasserwerk Langenau auch im Egauwasserwerk in den Jahren von 1993 bis 1995 eine Entcarbonisierungsanlage gebaut. Diese hat die Aufgabe, das wegen der natürlichen Gegebenheiten mit 18,5°dH harte Karstquellwasser auf 12,7°dH zu enthärten. Der beim Entcarbonisierungsprozess anfallende hochreine Calciumcarbonat-Schlamm wird als wertvoller Rohstoff an die Papierindustrie verkauft.
Das Trinkwasser wird von rund 400 000 Menschen genutzt.
www.lw-online.de
Zweckverband Härtsfeld-Albuch Wasserversorgung
Das Wasserwerk Neresheim
Im April 1977 wurde das neue Pumpwerk in Neresheim in Betrieb genommen. Der Betrieb wurde mit einem Kostenaufwand von rund 1,75 Millionen EUR im "Mutzentäle" gebaut. Das Pumpwerk bezieht das Trinkwasser aus den beiden Brunnen im "Pfaffentäle".
Das Neresheimer Pumpwerk besitzt einen 500 cbm fassenden Reinwasserbehälter, von dort aus wird das Trinkwasser mit Kreiselpumpen in die beiden Neresheimer Hochbehälter am Auernheimer Berg und über die Hochbehälter Hohenberg gepumpt.
Die offizielle Einweihung fand am 7. Juni 1978 statt. Die kirchliche Weihe nahm Abt Norbert Stoffels vom Kloster Neresheim vor. 1984 wurde das neue Wasserwerk noch mit einer Filteranlage um 1,2 Mio. DM versehen.
In Neresheim wird das Rohwasser aus zwei Tiefbrunnen im Pfaffentäle mit Tiefen von 104 m und 86 m mittels Tauchpumpen in einer Leitung DN 250 ins Wasserwerk gefördert.
Das Wasser wird hier ozoniert und läuft dann über zwei
Filterkessel mit Aktivkohle-Füllung in den Reinwasserbehälter.
Vom Reinwasserbehälter aus fließt das gefilterte und
entkeimte Wasser den sechs Hauptpumpen zu.
Die Förderleistung in Neresheim beträgt ca. 50 Liter pro Sekunde:
Zone 1
HB Elchingen - HB Hohenberg 25 l/s auf 165m
Zone 2
Neresheim 20 l/s auf 45m
Zone 3
Auernheim - Kleinkuchen 5 l/s auf 137m
Von Neresheim aus werden elf Hochbehälter mit ca. 2.200 cbm Nutzinhalt gefüllt.
Die tägliche Förderleistung in Neresheim beträgt im Durchschnitt ca. 1.200 cbm. Die höchste Tagesförderung betrug bisher etwa 2.000 cbm.
www.Wasserverband-ha.de